2. September 2025

Ein Lastenheft für Marketing-Technologien, das Agenturen und IT verstehen

Wie Sie Anforderungen so formulieren, dass weder Feature-Listen noch Verkaufsdemos die Entscheidung dominieren.

Notizen und Laptop bei der Anforderungsaufnahme

Viele Ausschreibungen scheitern an unklaren Zielen: „Bessere Attribution“ oder „mehr Automatisierung“ sind Absichten, keine Anforderungen. Ein brauchbares Lastenheft beschreibt Situationen — etwa den Übergang vom Newsletter zum CRM oder die Übergabe von Offline-Leads.

Trennen Sie Muss-, Soll- und Kann-Kriterien. Muss-Kriterien betreffen Recht, Sicherheit und bestehende Systeme. Soll-Kriterien beschreiben den Arbeitsalltag der Marketingrolle. Kann-Kriterien sind Wunschlisten, die den Vergleich nicht verzerren dürfen.

Beziehen Sie Datenschutz und IT früh ein, aber ohne das Dokument in eine technische Spezifikation zu verwandeln. Die Marketingseite formuliert Arbeitsabläufe; die Technikseite prüft Schnittstellen und Hosting-Orte.

Fragen Sie Anbieter nach Referenzprojekten mit ähnlicher Unternehmensgröße und ähnlichem Consent-Rahmen — nicht nach Feature-Matrizen. Eine kurze Demo mit Ihren eigenen Beispieldaten sagt mehr als eine Standardpräsentation.

Zum Schluss: Planen Sie eine Pilotphase mit Abbruchkriterien. Wenn nach sechs Wochen Kernaufgaben noch manuell nachgezogen werden müssen, war die Auswahl zu optimistisch — unabhängig vom Preis.

Themen: Auswahl, Lastenheft